Verstrickt
Verstrickt.
Ja, Vater, ich bin noch verstrickt
mein Geist ist tief im Leib verzwickt
die Freiheit ist für mich ein Traum
mein Herz ist noch so ungeschickt
für Deine Liebe hat’s nur wenig Raum.
Im Fleische leb’ ich halb erstickt
von Wünschen und Sorgen stark erdrückt
anstatt des edlen Weins des Leben
ist mein Mund voll bitteren Schaum
ich lange all lang nach Deinem Segen
denn ich bin noch so verstrickt
wenn Du nicht bald kommst, werd’ ich verrückt
ach könnt’ ich nur sein durch Dich beglückt.
Ich bin ja so arg verstrickt
dass ich nicht weiss mich zu befreien
doch habe ich die Zuversicht
dass Du mir wirst den Weg wohl zeigen
nach Deinem Reich da sehn’ ich mich
den Pfad hinauf zum hellen Licht
aus dem Gericht zu Deiner Liebe
ich weiss, es geht nicht mit einem Hiebe.
Deine Geduld mach’ ich mir zu eigen
ich bin noch immer ernst verstrickt
doch weiss ich nun zu meinem Glück
wirst mir das Leben nicht verneinen
ich fasse Mut und mach’s in einem
jetzt schneide ich die Stricke durch
entfessele mich ganz von der Lüge
und kehre ein in Dir, freiwillig, ohne Furcht.

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