Reste Gottes

 Reste Gottes. 



Es ist nicht viel von Dir geblieben

nur Glaubensfetzten und Reste der Liebe

mit grossen dunklen Wissenslücken

Schatten von gebrochenen Brücken

keiner will sich mehr in Dir beglücken.


Dein Licht, das wünschen wir uns nicht

in tiefen Schachten suchen wir das Glück

und nicht in Deinen Himmelsprachten.

Dein Wort, vom Winde des Hochmutes verweht

nur hier und da ein morsches Kreuz noch steht.


Und in dieser irdischen Teufelshölle

wo jeder sich über jeden will stellen

wird Dich vergessen sehr teuer bemessen

Dein heiliger Thron ist nun arg besessen.


Bald wird von Dir nichts übrig bleiben

kein Ende hat unser böses Treiben

blind sind wir der Gefahr unsrer Seelen

so wir uns selbst das Leben stehlen.


Wie lang wirst Du es uns erlauben?

wann wirst Du stoppen all das Rauben?

zerschellt in der Welt liegt unser Glauben

an Deinem Weinstock nur noch faule Trauben.


Ich weiß Du bist reine Liebe und Geduld

an unserer Torheit sind wir nur Schuld

ich hoffe Du kannst uns wieder vergeben

daß wir uns freiwillig hin zum Teufel begeben. 

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