Schon mal was von Gott gehört?
Hast du schon mal was von Gott gehört?
Ich habe eine Frage an dich, der du diese Worte liest: Hast du je was von Gott gehört?
Zweifellos lautet die Antwort, die dir in den Sinn gekommen ist, ja.
Deshalb stelle ich dir die zweite Frage: Warum fandest du ihn nicht interessant genug, um dich näher mit ihm zu befassen und ihn ein wenig zu studieren? Warum ist dir nicht in den Sinn gekommen, dass Gott vielleicht etwas zu deinem Leben, zu deinem Glück beitragen könnte? Warum hast du Ihn an dir vorbeiziehen lassen, so dass du seine Existenz ganz vergessen hast?
Ich weiß, dass du mich jetzt fragst: Gibt es denn einen Gott?
Ohne es zu wissen, hast du dich Ihm bereits genähert.
Sich Gott zu nähern ist so, als würde man sich einem Kunstwerk in einem Museum oder einem hundertjährigen Baum auf einem Feld nähern und ein paar Augenblicke damit verbringen, seine Farben, die Struktur und die Energie, die er ausstrahlt, zu bewundern und zu analysieren, sein Wesen, sein Leben zu spüren, besonders im Fall des Baumes, der ein wunderbares Wesen der Schöpfung ist.
Es gibt so viele Dinge, für die du dich jeden Tag interessierst, und einige davon sind Teil deiner täglichen Routine, entsprechen deinem Geschmack und deinen Vorlieben, deinen Lieblingsthemen. Manche Dinge hältst du sogar für unverzichtbar, Dinge, die du um nichts in der Welt aufgeben möchtest. Hast du dich jemals gefragt, warum sie ein wesentlicher Teil deines Lebens sind? Meistens liegt es einfach daran, daß sie schon da sind, seit du ein kleiner Knabe warst. Ach, so ist das also? Ist Gott nicht in dein Leben gekommen, als du noch keine 10 Jahre alt warst? Vielleicht wurdest du sogar im christlichen Glauben getauft. Warum hast du Gott nie eine Chance gegeben, eine wünschenswerte Routine, ein Liebling in deinem Leben zu werden? Was war daran falsch?
Du wirst wahrscheinlich nicht wissen, wie du darauf antworten sollst, aber ich antworte dir: Du hast Ihn vergessen, weil Gott äußerst diskret und still ist; er respektiert deine Freiheit und drängt sich nicht auf; deshalb lassen ihn so viele Menschen in ihrem Leben vorbeiziehen, während die Welt viel Lärm macht und eine Menge Allüren an den Tag legt, um deine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Welt ist ehrgeizig, wir Menschen sind ehrgeizig, wir wollen uns abheben, Vorteile und Nutzen aus anderen ziehen. Wir haben die Propaganda, das Marketing und die Medien erfunden, um anderen mitzuteilen, was wir für wichtig halten, was für ihr Leben relevant ist und was sie beachten sollten. Wir sind Wesen des Mobbings und des Niederreißens und nennen das, unsere Ziele zu erreichen, unsere Träume zu erfüllen! Inmitten all dieser intensiven, egozentrischen Aktionen stehst du, vielleicht passiv - oder vielleicht aktiv, um einen Schnitt zu machen, wer weiß. Wenn du nicht ehrgeizig bist, bist du ein schlichter Versager. Alles wird für den Profit getan, um Kunden, Abonnenten oder Follower zu gewinnen. Und es spielt keine Rolle, ob wir unehrlich oder respektlos sind, alles ist erlaubt, damit sie uns zuhören und uns in ihrem Leben unentbehrlich machen.
Aber Gott ist nicht so; Gott ist geduldig, er ist ewig und wartet darauf, dass du freiwillig zu ihm kommst. Kannst du dir vorstellen, dass Gott sich so lächerlich verhält wie ein Influencer oder wie ein Händler, der seine Produkte anbietet? Ich kann es nicht. Deshalb hast du Gott nicht in dein Leben integriert, wie du es mit so vielen Dingen getan hast, die in Wirklichkeit keinen Nutzen für dich haben und dir von der Propaganda der Welt um dich herum, die dir sagt, was für dich wichtig ist, auf subtile Weise aufgezwungen wurden. Aber du hast auch daran mitgewirkt, Gott zu vergessen und die Welt zu umarmen, auch wenn du den Priestern oder der Kirche die Schuld geben willst. In Wirklichkeit war es eine persönliche und freie Entscheidung, bei der du dich für die Dinge entschieden hast, von denen du dachtest, dass sie dir etwas bringen würden, ein Gut oder einen Nutzen. Unbewusst hast du gedacht: Was bringt es mir, an Gott zu glauben, wenn ich nicht einmal weiß, ob es ihn wirklich gibt? Du wusstest nicht, dass du bereits einen Boden betrittst, der seit langem dafür vorbereitet wurde, dass auf ihm keine Spur von Gott zu finden ist. Es gibt eine Verschwörung gegen Gott, und sie nennt sich Wissenschaft, obwohl sie eigentlich Eitelkeit und Stolz heißen müsste, ein sehr dummer und typisch menschlicher Stolz. Wir sind Experten darin, uns selbst zu schaden, Dinge zu tun und auf Gewohnheiten zu beharren, die uns nur Probleme bereiten. Viele dieser schlechten Gewohnheiten werden von unserer Propaganda aktiv gefördert. Und es ist schwierig, dieser Propaganda vollständig zu entkommen, um nicht in schlechte Gewohnheiten zu verfallen. Du bist ein Opfer von Erpressung und du weißt es nicht einmal! Obwohl ich sagen würde, dass du mehr als ein Opfer, sondern ein Komplize bist. Die Gerissenheit derer, die an deinen Fäden ziehen, kennt keine Grenzen oder Skrupel. Aber solange es unsere Sinne befriedigt, scheint alles gut zu sein. Wenn es gut schmeckt, wird es wohl gut sein, sagen wir. Wir leben gerne abgelenkt von dem, was die Gegenwart zu bieten hat. Sogar Meditation wird praktiziert, nur um sich zu entspannen, um den täglichen Stress eines gottlosen und sinnlosen Lebens abzubauen.
Deshalb ist es fast nicht deine Schuld, dass du Gott vergessen hast, aber nur fast, denn mit dieser Vernachlässigung hast du etwas Bequemes erreicht, vielleicht nicht ganz bewusst, aber als etwas Automatisches, und das ist, dass das Leben ohne Gott scheinbar einfacher war, ein Leben ohne Sünde, ohne Reue, ohne Bedauern, ohne... ohne Gott. Spürst du die Einsamkeit und Angst? Womit bekämpfst du sie? Ich sag's dir: mit etwas, das man Unterstützungsdienste nennt. Künstliche Intelligenz ist das Neueste in diesem Trend zum betreuten, geführten Leben. Die Frage ist nur: durch was und durch wen eigentlich geführt?
Durch Gott sicher nicht, oder? Wie komm wohl ich darauf?!
Schön bequem betreut.
Warum leben wir gerne betreut? Diejenigen, die es sich leisten können, denken an nichts anderes, als bequem von anderen und von der Technik unterstützt zu leben. Der Grund für diesen Wunsch ist einfach Faulheit. Ohne Gott ist Faulheit keine Sünde mehr und wird als Lebensgenuss bezeichnet. Um das zu tun, müssen andere weniger genießen... das ist nicht neu, aber es wird immer schlimmer. Wenn es früher ein Privileg einiger weniger war, Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, ist es jetzt nur noch eine Frage des Geldes und wir alle haben das „Recht“, Assistenten zu haben, vorzugsweise Einwanderer ohne Papiere, weil sie billiger sind und sich nicht gegen Missstände auflehnen. Der Zynismus einer gottlosen Welt; Sklaven für die Nutzlosen mit Geld.
Aber niemand soll denken, dass die Leidtragenden diejenigen sind, die mehr arbeiten müssen, damit andere weniger arbeiten; die wahren Opfer sind diejenigen, die bequem unterstützt werden. Sie werden fauler und egoistischer und sind nicht in der Lage, ihre Probleme selbst zu lösen. Aber sie werden zu einer argen Bedrückung für andere, wie es immer der Fall war, wenn eine Gruppe in üppigen Müßiggang verfallen ist; am Ende sind sie Tyrannen, deren Gier keine Grenzen kennt. Um ihr elendes Leben weiter zu fristen, greifen sie zu allen möglichen Manipulationen anderer, um den Fortbestand dessen zu sichern, was sie für ihre heiligen und unantastbaren Rechte halten. All dies sind Anzeichen für eine geistig hilflose Welt, die keine Angst vor Strafe hat oder so tief in ihrem geistigen Elend steckt, dass diese Angst in der Gleichgültigkeit ertränkt wird, die daraus resultiert, dass sie bequem unterstützt wird. Wenn du mir nicht glaubst, schlage ich vor, dass du dir den Song „comfortably numb“ von Pink Floyd anhörst. Es ist mir in den Sinn gekommen; vielleicht klärt es deine Zweifel an dem, was ich dir sage. Die Lage ist nämlich ernst.
Wir haben uns nach und nach von Gott losgesagt und uns dabei selbst hilflos gemacht. Wir sprechen von Gleichheit, während wir überall in der Gesellschaft Klüfte aufreißen, Klüfte der Liebe, und eine Welt der Klassen schmieden, wo wir doch predigen sollten, dass wir alle Brüder und Schwestern sind, weil wir alle Kinder desselben Gottes sind.
Aber - du fragst mich - welcher Gott?
Ich stelle dir unseren neuen Gott vor. Der Gott, den wir jetzt anbeten, ist der Gott der Körperverehrung. Wir haben die Bedürfnisse des Geistes durch die Bedürfnisse der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens des Körpers ersetzt. Damit haben wir völlig vergessen, wer wir sind. Und was von uns übrig geblieben ist, ein Körper mit einer toten Seele, schreit verzweifelt nach Hilfe. So sehr, dass diese Welt danach strebt, dir bei allem, was du dir vorstellen kannst oder brauchst, zu helfen, und wenn du sie nicht brauchst, werden sie dich mit guten Angeboten davon überzeugen, dass ihre Dienste in deinem Leben gebraucht werden. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass einige Menschen anderen helfen, aber die Hilfe, die zu einem großen Geschäft geworden ist, das Gesundheits- und Sozialwesen, häusliche Pflege usw., zielt darauf ab, eine Leere zu füllen, die wir als psychologisch bezeichnen würden, angesichts der Einsamkeit, unter der viele Menschen leiden, in vielen Fällen aus eigenem Antrieb. Diese Leere, die diejenigen, die Pflegedienste anbieten, entdeckt haben, ist eine Folge des selbstzentrierten Lebens und der Karriere in der Welt, die wir selbst durch den Verzicht auf Gott geschaffen haben. Der Satz „Der Herr möge uns helfen“ oder „Gott möge uns helfen“ ist eine bloße Floskel ohne jedes Gefühl, wenn wir den Notruf anrufen, damit das Hilfesystem uns oder unsere Katze rettet.
Ich weiß, dass du das nicht für ein Problem hältst. Das ist so, weil du immer noch denkst, dass du alles hast und dass du alle notwendigen Dienste hast, damit dein Leben reibungslos verläuft, bis... bis du stirbst, aber du denkst nicht darüber nach. Der Glaube an Gott nützt dir nichts und das Beten noch weniger. Es dient, so denkst du, dazu, genug Geld zu haben, um deine Abonnements zu bezahlen. Das ist alles, was dich interessiert.
Du glaubst nicht, dass ein Leben ohne Gott ein Problem ist, weil du noch nicht die richtigen Fragen gestellt hast. Ich stelle dir nur die erste: Was wird aus dir werden, wenn du stirbst? Du denkst: Na ja, ich werde einfach verschwinden. Und ich antworte dir: Bruder, du verwechselst die Form mit dem Inhalt; du verwechselst die Hülle mit dem Samen. Das ist alles, was ich sage, denk darüber nach.
Aber dir fehlt die Kraft, über einen dunklen imaginären Endpunkt hinaus zu denken; da ist ein Gewicht, das einer stillen Verzweiflung, die du aus Mangel an Aufputschmitteln mit Müdigkeit verwechselst, die dich nicht klar genug denken lässt, um den Unsinn dieser Vorstellung vom Sterben zu erkennen, die du jeden Tag in deiner Seele fütterst, einer Seele, die unter der Droge deines ängstlichen Selbst liegt, um das Leben zu genießen, wenn du es kannst, denn mit etwas Glück kannst du es nicht und die Existenz hier ist die Hölle für dich, zum Glück, denn dann fängst du vielleicht an, dich zu fragen, was los ist und warum du so schlecht lebst. Vielleicht fragst du dich, ob es nach diesem Leben noch ein besseres gibt. Denn sag mal, wenn dein Leben hier perfekt wäre, würdest du dann ein einziges Neuron in deinem schläfrigen Gehirn bewegen, um nach einem anderen Leben zu fragen, das über dieses hinausgeht, das dich in einem Traum schaukelt, den du mit Geld, Unterhaltung und Drogen aufrechterhältst? Sei dankbar (Gott gegenüber), wenn dein Leben ein gewisses Maß an Schmerz und Mangel aufweist, denn nur dann wirst du Fragen stellen und nicht zu einem unerwünschten Parasiten werden. Nutze die Gelegenheit, jetzt, wo du einen Stich in deinem Herzen gespürt hast, dich zu fragen, ob es etwas jenseits deiner irdischen Existenz in diesem Körper gibt, der immer schneller altert.
Und nun fragst du dich, wer dieses Jenseits erschafft und kontrolliert und wie deine Situation dort aussehen würde. Wenn du zu diesen Fragen kommst, hast du vielleicht einen Funken deines Bewusstseins entzündet, der dein Geist ist, der darauf gewartet hat, dass du verzweifelt genug bist, bewusst verzweifelt genug, um nach Gott zu fragen.
Und ich mache mir deine Neigung zunutze und frage dich erneut: Hast du jemals von Gott gehört? Da ich weiß, dass deine Antwort ja lautet, frage ich dich jetzt: Glaubst du, dass du dir die Möglichkeit geben kannst, ihn besser kennenzulernen? Du fragst mich: Wie kann ich ihn besser kennen lernen? - Was, wenn ich dir sage, dass es einfacher ist, als du denkst, weil du ihn in dir trägst? - In mir? - Ja! Oder glaubst du, dass du die Frucht des Zufalls oder der blinden Kräfte eines kalten und verdammten Kosmos bist? Du und ich sind Kinder der Liebe und diese Liebe ist ein Teil von uns, wie eine Kraft des Geistes in unseren Seelen. Wenn wir nur Fleisch und Blut mit einem Gehirn wären, glaubst du, wir wären dann in der Lage zu lieben? Wenn du Gott näher kommen willst, hast du schon einen großen Schritt getan, indem du über die Liebe in dir nachdenkst, denn Gott ist vor allem Liebe.
Und möge Er dich segnen, damit du Ihn bald in dir findest.

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