Was?
Was?
Vater, sage mir, denn ich begreife es nicht
was soll aus uns noch werden?
Trotz Deinem warmen Sonnenlicht
wie dunkel ist es doch auf Erden?
Wie blind und taub sind wir geworden?
Gleich totem Laub auf dem Boden
sind wir vom Winde her geweht
vom Regen dann so aufgeweicht
haben uns so lange schon belogen
das wenig seliges in uns übrig bleibt.
Vater, ist das der Preis der Freiheit?
Sag’ mir doch, sind wir so weit?
Ist das der Gipfel unserer Dummheit?
Ist zu unserer Umkehr da noch Zeit?
Ich weiß sehr gut, Du ruhst keine Sekunde
bis Du uns Rettung hast gebracht.
Zu gerne wäre ich schon in meiner Stunde
all meine Macht, wenn noch so schwach
mit Deinem Willen zu sehn verbunden.
Was hast du doch von uns noch hier zu dulden?
Wie unendlich gross ist die Anzahl unserer Schulden?
Vater, sind wir es wert, ja, mit welchem Flammenschwert
wirst Du uns können halten in unserer Gier
ohne uns zu verwalten als wären wir Tiere?
Was soll nun aus uns armen Toren werden?
Du nimmst uns hin so wie wir sind, ohne Beschwerden.
Wir könnten doch so leicht den Himmel von Dir erben,
ziehen aber töricht vor uns geistig zu verderben.
Bitte vergiss nicht Deine Liebe
seien wir Mörder, Frevler oder Diebe
entzieh uns niemals Deine Gnade
bis wir vor Dir stehen, gerecht und gerade.

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