Falsch verstanden.
Falsch verstanden.
Ja, ich geb’ es offen zu
denn ich versteh’ es nicht
lieber Vater, das weißt Du
sicher besser nun als ich
gib mir also hier was Licht.
Denn wir haben vieles von Dir falsch verstanden
vermutlich weil wir’s oft bequemer fanden
durch Nachahmung allzeit zu handeln
doch so, auf die bequeme Tour
kommt niemand auf die rechte Spur.
Wer hat Schuld, daß wir der Lüge blinden Glauben schenken?
Nur unsre Faulheit, in allem Tun und selbstsüchtigen Denken.
Darum zieh’n wir Busse machen vor mit etwas Spendengeld
weil uns die wahre Busse von Natur aus nicht gefällt.
Nach unten scheint es immer leichter hin zu gehen
doch unten ist die Nacht der Seele und da kann sie nichts sehen.
Der Weg nach oben, ja der ist wahrlich jener der uns rettet.
Jedoch nur durch Fleiß und Demut, nicht weil man auf ihn wettet.
Der liebe Gott schaut nur aufs Herz und nie nach außen.
Bruder, verstehst du jetzt was Geist und Seele brauchen?
Plage dich ja nicht mit dem was andere denken
sondern laß dich von der Liebe Gottes selig lenken.
Wer also zum rechten Denken will gelangen
der soll erst einmal das Weltliche in sich verdammen.
Dann wird er begreifen was der Vater von ihm will.
Nur wahre Liebe aus dem Herzen, laut im Innern, aber draußen still.

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