Lieblos.

 Lieblos.


Lieber Vater, ich frage Dich hier

was ist diese Kälte tief in mir?

Was bewirkt die kalten Winde

die ich in meinem Herzen finde?


Du sagst, der Winter ist die Stille

die dich lässt suchen Meinen Willen.

Denn nur wer friert, der langt nach Wärme

stets aus sich selbst, nie in der Ferne.


Und diese Wärme, sie ist die Liebe

die du mußt mühsam in dir entfachen

bevor der kalte Tod dich hier besiege

ja, Kind, das ist sicher nicht zum lachen. 


Schau dir deinen Winter innen an

geh’ ohne Angst durch ihn hindurch.

Seh’, wie liebelos dein Herz sein kann

doch Hoffnung hat’s, so keine Furcht! 


Meine ewige Ordnung hier im Leben

hat es weise so bestellt

daß selbst der ärgste Winter, den mag’s geben

vom Licht der Sonne wird erhellt. 


Nimm auf mein Licht, du liebes Kind

erwärme deine Liebessamen

mit Mut, geschwind, in Meinem Namen

auf daß Ich dich bald liebend find.   

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