Durchsichtig.

 Durchsichtig.


Ich weiss, es ist nicht wichtig

will es trotzdem mit Dir teilen

damit Du mich beschwichtigst

während ich noch hier muß weilen.


Die Welt ist hart, das ist schon richtig

sie ist es wörtlich und auch bildlich

und mir ist auch nicht so bekannt

das ein Kopf geht einfach durch ‘ne Wand.


Es geschieht nun schon seit Tagen

ich weiß ja daß Du alles weißt.

Laß es mich mal etwa so sagen:

ich sehe neulich durch die Fragen

da komm ich Dir schon ziemlich gleich. 


Beim walten hier im toten Fleisch 

und das, ich schwör’,  sind keine Träume

man oft im Nebel stecken bleibt

und den Wald nicht sieht vor lauter Bäume. 


Um nicht im Nebel zu ersticken

was meine Augen nicht erblicken

ja, das durchsieht mein heller Geist

das Licht der Wahrheit gibt sich preis. 


Entziffern, entschlüsseln und entdecken

die Nebelwand mit Gewalt durchschreiten

meine Seele zu Deinem wahren Leben erwecken

und Dein Wort im Wald des Truges verbreiten. 


Jeder Einblick hier, sei er noch so klein

in das unsichtbare Lebensquell aus Dir

soll ja nur ein Wink von Deiner Liebe sein

Du sagst daher: 

Mein liebes Kind, von dem gibt es bei Mir noch mehr.


Je durchsichtiger die Lüge vor mir steht

die diese Welt mit großem Lärm aufdreht

desto deutlicher ich Deine Heiligkeit vernehme

also den Weg zu Dir und Deinem ewigen Leben. 


Nun höret zu und schaut nicht weg: 


So ersehe ich den Himmel auch im Dreck

und erkenne ihn in jedem Mangel und Fleck

weil die Welt mir nichts mehr antun kann

befreit bin ich durch IHN von ihrem Zwang.   

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