Ich frage mich.
Ich frage mich.
Lieber Gott, ich frage mich
ob dies die Zeit des Friedens ist
oder ist sie die des Kampfes
des Krachen und des Dampfes.
Ja, ich frage mich nun echt
bin ich bereit für das Gefecht
zu unterscheiden gut von schlecht
zu stellen falsch stets unter recht?
Obwohl ich weiß, Du kannst nicht hassen
ist mir Deine Antwort teuer:
Soll ich alles in mir stehen lassen
so wie es der Welt will passen?
Wär’ Dir das geheuer?
Oder soll ich Deine Ordnung schaffen
die Nacht in mir zum Tage machen
mit Schwert und Deinem Feuer?
War diese Ruhe Frieden oder Faulheit?
Falsche Erwartung, beeinflußt von der Welt
hatte ich an Dich töricht gestellt.
Ich frage mich: wie konnt’ ich’s bringen all so weit?
War ich nur feige vor dem inneren Streit?
Ich frage mich im Stillen:
bin ich gereinigt und bereit
zu erfüllen Deinen Willen?
Sage mir: Ist es schon so weit?
Das frag’ ich mich und trau mich nicht
meine Hand zu heben ohne Dich.
In das Schlachtfeld, oder nicht?
Denn ohne Liebe, das weiß ich
hat mein Handeln kein Gewicht.
Tief in mir drin, da frag’ Ich Dich
wo bin ich Schatten und wo Licht?
Vater, bring’, ich bitte Dich
einen gewaltigen Sturm über mich!
Rüttle mich und schüttle mich
auf daß die letzte Lügenbrücke bricht
mach’ mich frei vom argen Weltgericht!

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