Mitgebracht.
Mitgebracht.
Ich hab’ Dich heute mitgebracht
in diesen Tempel ohne Liebe
hab’ in ihm Dein Licht entfacht
und vor mir standen tausend Diebe.
Mein Herz es fühlte sich beklommen
doch dann bist Du zu mir gekommen
als Frage hab’ ich Dich vernommen:
Herr, zeige mir, was fehlt mir noch?
Wieso seh’ ich in mir ein schwarzes Loch?
Ab dann und stetig, immerfort
ward ich erleuchtet durch Dein Wort.
Der Nacht in mir hat es den Krieg gebracht
besiegt die Schatten nur mit Deiner Macht.
Jetzt, wo ich bin fast gereinigt
und Leid in Tat habe verwandelt
hat meine Seele sich mit Dir vereinigt
sie nicht mehr mit der Welt verhandelt.
Jetzt wandle ich in Deinen Schritten
Du bist mein ganzes Fahrgepäck.
Mit Deinem Wort in meiner Mitte
bleibt keine Lüge mir versteckt.
In hundert Herzen gleich dem Meinen
wirst Du Dich still mit uns vereinen
und dort wo wir dann feste stehen
wird die Welt Dein Licht ersehen.
Nicht in toten Tempelmauern* sollst Du scheinen
nur im erweckten Fleisch der Deinen
Dir zum Opfer dargeboten, als lebende Altare.
In uns wirst nur Du bestehen, als der einzig Wahre.
In diesen Versen, in Liebe aus Dir gedacht
hab’ ich Dich heute in Ehrfurcht mitgebracht
zu anderen wachen Kinderherzen
sie zu befreien von allen Schmerzen.
*Notre Dame und allen anderen Heuchlertempeln gewidmet.

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