Säumig.

 Säumig.


Ich weiss, in Deiner Ewigkeit

so weise von Dir aufgestellt

da kommt niemand zu spät zu Dir

und für alles in dieser Welt, so fein

räumst Du noch ein ausreichend Zeit.


Du wartest in liebender Geduld

auf daß das letzte Deiner Kinder

reumütig erkennet seine Schuld

und sich nicht länger selbst behindert.


Auch ich bin noch auf meinem Wege

verliebt in mich, und so verträumt 

daß ich beinahe hab’ versäumt

an Dich zu binden meine Seele. 


Du machst es uns zeitlich geräumig

streckst immer wieder hin den Weg

schaust aus, auf daß auch keiner fehlt

und sei er noch so übersäumig. 


Und dort wo keine Zeit mehr herrscht

da ist die Kraft die wahre Liebe

zu Dir, die unseren Willen stärkt

uns stetig hin dann aufwärts triebe. 


Dieser Wille, der soll reifen in mir

um den wahren Himmel zu erreichen bei Dir

und wenn das Leben scheint zu gut

und Deine Gaben mich erweichen

dann bleib’ ich wachsam auf der Hut

um nicht vom Wege wegzuschleichen. 


Wer in der ganzen Unendlichkeit

kann denn wirklich säumig sein?

Denn Du bist immer ewig groß

und das ist unser größter Trost. 

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