Tausendmal.
Tausendmal.
Du weißt, ich brauch’s Dir nicht zu sagen
seit mehr als tausendmal tausend Jahren
bin ich tausendmal gefallen hier auf Erden
mußte in tausend Gesichtern ich werden
hab’ mich dann tausendmal verirrt
mich in tausend Träumereien arg verwirrt
tausend Kriege mußte ich blutend erleben
um tausendmal zu sterben
in tausend Nächten meiner Seele
in denen ich Dich tausend und ein Mal habe verleugnet
ja, tausendmal habe ich falsch gedeutet
was es für Dich, lieber Vater, bedeutet
auf meine Liebe tausendmal geduldig zu warten
bis ich einmal die Augen nicht mehr vor Dir schließe
und tausend Reuetränen demütig vergieße
mich dann willig von Dir führen ließe
von hier ab und von dieser vorbestimmten Stunde
Dein Licht in meine finstere Seele fliesse
wie tausend warme helle Frühlingsmorgen
zu einem neuen Leben, frei von Sorgen,
aus Dir gegeben, in dem tausend Jahre so vergehen
als wären sie ein tausendstel einer seligen Sekunde.

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