Abgelenkt.

 Abgelenkt.


Lieber Vater, wenn man’s so bedenkt

versteckst Du Dich recht gut vor mir

hast mich in diese Welt versenkt

in der man wenig hört von Dir

und Dich noch weniger erkennt. 


Das hat wohl seinen guten Grund

kein Klagen kommt aus meinem Mund

wie es ist, so soll es sein

nach Deinem Willen und nicht mein

denn Du bist groß und ich bin klein.


Mein Kind, sagst mir, in einem Traum

du hast mein Wort, was willst du mehr?

Dein Wort, ja, das begreif’ ich kaum

den tiefen Sinn, den wüsst’ ich gern. 


Dein Wesen ist das einzig Gute

im Stillen hast Du’s mir geschenkt

doch oft ist mir elend zumute

dann werd’ ich wieder abgelenkt. 


Die Welt sie steht sofort bereit

mit tausend schönen Angeboten

dann werde ich gleich ungescheit

und überseh’ das Schild VERBOTEN. 


Wenn meine Liebe mich von Dir entführt

als Rettungsseil kommt dann ein Schmerz

barmherzig hast mich Tor berührt

damit ich schaue in mein Herz. 


Wer nicht hören will muß fühlen

wenn kein Mensch mehr an Dich denkt

auch wenn wir noch so vor Dir lügen 

von der Sünde die uns Blinde fängt

Du wirst ja von Deiner Liebe 

nie und niemals abgelenkt.    

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