Ergriffen

 Ergriffen.


So weit entfernt war ich vom Leben

so kalt mein Herz und gleich so hart

daß nur durch Deinen Vatersegen

ich nicht zu Stein hier bin erstarrt. 


So ziemlich nahe schon am Ende 

habe ich es noch geschafft

zu machen eine Lebenswende

zu Dir, mit meiner allerletzten Kraft. 


Du warst mir schwachem Sündiger so gnädig

daß Du hast meine schwarze Nacht

nicht mit einem Schlag zum hellen Tag gemacht

denn auf einen Hieb wird niemand selig. 


Wer kommt, wie ich, vom Tod geborgen

durch Deine Liebe ohne Ende

den füllst Du nicht von heut’ auf morgen

mit Deinem Geist der Lebensspende. 


Bis heute hatte ich es eilig

Dein Wesen im Detail zu kennen

dabei warst Du mir viel zu heilig

ich wollte wieder von Dir rennen.


Die Erde mußte lange reifen

um uns Menschen hier zu bergen

sich putzen und sich schleifen um

zur Schule unsrer Seelen zu werden. 


So geht’s mir auch mit jedem Schritt

zu Dir, das habe ich sehr wohl begriffen

Bei jeder Erkenntnis, ja, mein Herz geht mit

von Deinem Heiligtum vollends ergriffen. 


Ergriffen bin ich so von Deiner Wärme

ergriffen auch vom tiefen Sinn im Wort

Dein Wort, von dem ich schwärme

es trägt mich in den Himmel fort. 


Um mich nicht zu stark zu rühren

vom Licht aus Deiner Liebe hier

lasse ich mich langsam von Dir führen

Dein Wille soll immer gescheh’n in mir. 


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