Angst.
Die Angst.
Was ist die Angst? Angst ist Dunkelheit und Starre. Sie ist aber auch eine riesige Möglichkeit die Freiheit zu erlangen, indem der Geist sich gegen diese, anscheinend unbesiegbare Macht entscheidend stellt.
Diejenigen die grosse Ängste durchgemacht haben, so oft, daß sie den inneren Frieden verloren haben, haben zwei Wege vor sich: entweder hin zum endgültigen Tod, zur ewigen Nacht der Seele, oder, ja, hin zum Leben mit aller Kraft. Angst ist mit Ohnmacht verbunden, soll also Macht im Geist erwecken die diese Angst besiegen kann, denn es gibt nichts ohne einen Dienst. Die Angst dient also dem Geist in seiner eigenen Kraft, indem sie ihn angreift und Überwältigen will. Diese Kraft ist das Leben selbst, als Bewegung und Freiheit. Angst ist eine entgegengesetzte Polarität die den Geist stimuliert, als Gegenpol der Bewegung, denn Angst, wie gesagt, erstarrt den Geist.
Dieser unheimliche Kraftaufwand, wenn vollzogen von einem Menschen, stärkt seinen Willen so, daß er sich geheim unbesiegbar fühlt. Das ist notwendig, um endgültig aus der Hölle der Angst zu entkommen; es ist sein erstes Vertrauen, was man Widerstandsfähigkeit nennt. Für ihn verwandelt sich die Existenz in einen Kampf gegen die Angst, die er regelrecht hasst, und alles in sich selbst hasst was ihm Angst bereitet, während die, die sich der Angst ergeben, sie lieben und damit den Tod umarmen. Doch diejenigen die NEIN zur eigenen Angst sagen, beginnen erstmal aus ihr Mut zu schöpfen um dann, wenn ihr Verstand sie nicht betrügt, Hilfe zu suchen. Ja, einen Lebensretter suchen sie solange bis sie ihn finden; gehen dabei durch das Leben mit diesem einzigen Ziel, IHN zu finden, die Wahrheit zu finden und das wahre Leben aus ihr, ein Leben ohne Angst.
Der Unterschied zwischen denen, die kämpfen, und denen, die aus Angst aufgeben, ist, dass die einen die Angst als große Lüge sehen, als etwas, das sie nicht akzeptieren wollen, während die anderen alles, was ihnen Angst macht, als wahr und richtig annehmen. Das ist es, was die Sieger von den Besiegten unterscheidet.
Jedes Mal wenn sie die Angst wieder überfällt, was für die Erfüllung der Suche geschehen muß, laden sie sich mit ihrer Energie wie ein Vulkan der dann ausbricht, nach oben, hin zum Himmel, einen mühsamen Schritt weiter hoch, weg vom Grund, wo sie damals erstarrt lagen, von Angst gepackt. Das, schwören sie, soll nie wieder passieren, und sind dabei erbarmungslos mit sich selbst. Das hilft ihnen sich nicht zu ergeben. Dabei werden sie mit jedem Schritt stärker und ruhiger, sollen aber auch gleichzeitig ihre erworbene Kraft einsetzen, anderen auf dem Weg zu helfen, denn sie sind nicht allein in diesem Kampf. Ihr Vorteil war nur ganz nackt und zitternd vor ihrer Angst zu stehen und sich dabei nichts mehr vormachen zu können, ja, keinen Ausweg zu haben, ausser dem des Kampfes. Darum ist der Weg hin zum Leben ein Kampf hier, ein Kampf aus der Isolierung hin zum Bund mit der Lebensquelle die dem Geist gerade die Macht gibt, daß die Angst machtlos bleibt, und so ihre Funktion erfüllt hat als Gegenpol. Die Lebensquelle erlaubt es dem Geist den Kampf hinter sich zu lassen. Diese Quelle empfindet der Geist als heilig und nennt sie Gott.
Alle Krieger die sich ihrer Angst gestellt haben, suchen eine neue Verbindung mit dem Heiligem, denn sie wissen daß die Angst aus der Entweihung entstand. Die Entweihung wird als etwas Selbstverursachtes erkannt. Sie erkennen die Schuld in ihnen und bitten um Vergebung.
Also suchen diese Wahrheitssucher DEN der ihnen das Leben gab. Wenn sie dann erkennen, daß sie aus IHM das wahre Leben wieder gewinnen, und das ER ihnen die Entweihung vergibt -die sie ja nur selbst in eine dunkle Starre geworfen hatte- lassen sie ihre Angst fallen, ja, sie lassen alles liegen und lösen sich vollkommen von all dem was sie belastet hatte, in einer unglaublichen und unbeschreibbar schönen Selbsterkenntnis als freie unsterbliche Engel im Licht des Himmels, wo sie von IHM wieder aufgenommen werden als Seine geliebten Kinder.
R.B. 02-05-2025

Comentarios
Publicar un comentario