Zustand.
Zustand.
Daß Du bist überall und doch nicht zu erfassen
daß Du bist ewig und dabei nicht ewig zeitlich
das nehme ich jetzt hin, im Gemüte ganz gelassen
obwohl ich sehe, es ist in sich so unsagbar heilig.
Den Fragen über wo Du dich ja wohl befinden magst
die werde ich mir selber nun ganz anders stellen
denn daß die Sache mit Dir nicht im Raume lag
kann jedem tiefen Denker leicht im Herz erhellen.
Denn, wenn Du wärest auch nur irgendwo an einem Platze
und wenn Du jemals einen Anfang in Dir fändest
dann würde anderswo, schlicht gesagt in einem Satze
nur die tote Leere füllen Raum und Zeit, dort wo Du endest.
Der Himmel ist also nur oben, für unser weltliches Verständnis
denn hier auf Erden hängt alles vom anderen ab
Dich ohne Palast zu denken, fällt uns schwer, das ist mein Geständnis
so lebt der Geist, begrenzt in Raum und Zeit, hin bis zum Grab.
Wenn unser hohes Ziel ist Dich jedoch zu lieben, über alles
so sollten wir dann auch dein Licht nicht scheuen
denn nicht verstehen wer Du bist, im Falle eines Falles
das würde ich aufs tiefste wohl ewig bereuen.
Um zu Dir “Vater” dann zu sagen, ja sollen wir erkennen
daß Du einfach bist in Dir, das unendliche sein im Sein.
Um Dich aufzunehmen, im Licht des Geistes Stille
und wir Dich allzeit finden, so nun wir Dich nennen:
Leben, nicht in Raum und Zeit, sondern gewiss als Zustand, in gross und klein
als Liebe, Weisheit, Ordnung, Geduld, andauernde Barmherzigkeit und Wille.

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