Gott als Tatsache.
Gott als Tatsache.
Wir kennen Gott als allwissende Allmacht, als den Herrn, den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist, als die Liebe, als das ewige und unendliche Sein aus dem alles Dasein entsteht, sogar als die geistige Sonne im Himmel. Doch, für den festen Glauben, vor allen Dingen hier auf Erden, soll Gott in uns als eine hell leuchtende Tatsache stehen, so hell leuchtend, daß alle Schatten die das Leben auf uns wirft, im Nu durch ihr Licht aufgelöst werden. Die Frage ist: wie kann ich Gott in mir als eine felsenfeste Tatsache beschauen und tragen, die mir in allen Lebensbedingungen dienen kann, als ein unfehlbarer Schutzwall gegen Schmerz und Leid, damit ich nie in Versuchung komme, meinen Glauben an Gott aufzugeben?
Was Gott als Tatsache in uns behindert und sogar unmöglich macht, sind unsere eigenen Irrtümer über was Gott ist, was das Leben ist und was wir selbst sind. Diese Irrtümer bilden sich aufgrund mangelhafter Selbsterforschung, denn alles, Gott, das Leben und was wir sind, kann und soll in uns gefunden werden, wo sonst, frage ich. Irrtümer über die Gottheit und das Leben gibt es zweifellos eine ganze Menge, ja, man könnte behaupten so viele wie es Menschen gibt, denn jeder Mensch, der nicht den Herrn wahrhaftig in sich aufgenommen hat, durch seine Liebe zu Ihm, irrt sich in einem gewissen Grade über was Gott ist, was, wie eben gesagt, ein Hindernis bildet für Gott in uns als das einzige Wahre, also, als Tatsache die durch nichts aufgehoben werden kann, nicht einmal durch den Tod als unsere grösste Angstvorstellung.
Es ist also von höchster Wichtigkeit, wollen wir den Herrn niemals bezweifeln oder gar leugnen, unsere Irrtümer über Gott zu erforschen und sie als Schlacke vom reinen Gold trennen. Denn, wer einmal sagt Gott ist das einzig Gute und Wahre, dann aber durch Lebensumstände die ihn im Glauben prüfen genauso schnell diese gute Wahrheit bezweifelt, der hat sich selbst etwas vorgemacht, wahrscheinlich um von seinen Mitmenschen akzeptiert zu werden, war also ein Nachahmer ohne Ehrlichkeit, weil er das was er dachte und sprach nicht wirklich fühlte, sondern an Stelle der wahren Liebe zum Herrn, reine Angst falsch zu liegen.
Genau wie ein Wissenschaftler der irgendein Naturereignis durch Forschung mit Daten und Gesetzten als etwas tatsächliches hinstellt, müssen wir, um Gott als Tatsache in uns zu tragen, eine Forschung in Gang setzten in uns, und zwar eine die an erster Stelle unsere Irrtümer aufdeckt und ins Licht bringt.
Als Allererstes, um Gott als eine absolut standfeste Tatsache in uns zu tragen, müssen wir erforschen wo, wann und wie wir Gott aufgenommen haben. Wenn die Aufnahme durch den Buchstaben als ein Name, oder durch das Reden anderer Menschen, denen wir irgendeine Autorität in dem Thema zugeschrieben haben, geschehen ist, als etwas das wir schlicht in unser Gedächtnis eingeprägt haben, jedoch ohne jedes Gefühl der Liebe zum Herrn, ist Gott in uns genauso viel wert wie der Staub auf der Strasse.
Gott ist Geist, also ist er als Idee erfassbar, nicht als etwas materielles, sondern geistiges. Gott ist aber auch Schöpfung, also ist er Tat und muß insofern in unseren eigenen Handlungen widergespiegelt werden, wollen wir unsere Beziehung zu Ihm, also was Er für uns darstellt, in unserem Leben anwenden und mit dem Beispiel predigen, nicht nur mit schönen, aber leeren Worten, was leider zu viel geschieht.
Gott ist Aktion.
Wenn wir nur mal eben bedenken das Tatkräftigkeit bei uns hoch geschätzt wird, weil alles im Leben nur durch eine rechte Tat gelöst und geschafft wird, und daß nur aus Handlung eine Wirkung entstehen kann, ist es nicht sehr schwer Gott, als Schöpfer des Universums, als einen fortwährenden Strom der Tätigkeit zu erkennen. Ein glänzendes Beispiel wäre da eine Sonne, die auch ununterbrochen strahlt, also ihr Dasein, als Sonne, aus der Tätigkeit ihres innersten Wesens erhält. Alles was ist, sei es ein Atom oder eine Sonne, es kann nur dasein durch eigene Tätigkeit die das Sein zum Ausdruck, also ins Dasein, bringt. Zwischen Sein und Dasein steht also die von innen kommende Tätigkeit als Mittel des Ausdrucks. Wenn sich das so verhält mit Gegenständen der Schöpfung, um wieviel unvorstellbar unzählige Grade mehr muß die Tätigkeit als Ursache des Seins Gottes stehen? Da Gott die Ursache und gleichzeitig der Endzweck für alle Geschöpfe ist, also die Verbindung zu Ihm, ist es wichtig zu verstehen was es heißt daß Gott Aktion ist, also, in der Tat das ewig Tätige im höchsten Grade ist, weil Er das Leben aus Seiner unaufhaltsamen Tätigkeit, durch Seinen Heiligen Geist, aufrecht erhält. Denn alles was im Weltall besteht, hat, weil Gott das Erste, also die Ursache ist, sein Dasein der Tätigkeit Gottes zu verdanken, entsteht also kontinuierlich aus der Gottheit als Quelle, die im Himmel als Sonne zu sehen ist.
Ohne die Tätigkeit Gottes, was auch die Kriege Jehovas sind, kann überhaupt nichts ins Dasein treten, denn jegliches Dasein, das eines Atoms oder das eines Menschen, entsteht als letzter Ausdruck bzw. Wirkung aller Tätigkeit vom ersten Dasein Gottes in Seiner ewigen Tätigkeit, sichtbar im Himmel als die geistige Sonne. Mit anderen Worten: der Geist Gottes erhält das ganze Weltall, bis zum letzten Atom, indem Er tätig ist, also fortwährend strömt. So können wir, um es besser zu verstehen, uns eine Wasserquelle vorstellen aus der ununterbrochen Wasser sprudelt. Das Sprudeln macht die Quelle, also die Bewegung oder Aktion des Wassers. Das bedeutet, daß, wenn wir Gott wahrhaftig erfassen wollen, in der Tätigkeit mitschwimmen sollen, was uns zur Tatsache führt, daß man Gott nicht theoretisch, sondern nur praktisch, und zwar durch eigene Tätigkeit die wohl in der Liebe zu Ihm steht, erfassen kann als höchste Seligkeit, wenn man aus dieser Liebe zu Gott und zum Nächsten gehandelt hat. Es ist in dieser Seligkeit, daß man Gott als Kraft der Liebe dankbar erkennt, zu Gunsten der eigenen Tätigkeit, die dann das Leben ausmacht und die Seele so zu Gott führt als ewige Quelle. Gott ist ewig, weil er ewig, also ohne Anfang oder Ende, wie auch ohne Raum, im höchsten Grade tätig ist.
Man liebt etwas anderes mehr als den Herrn.
Wenn wir von Irrtümern was Gott betrifft reden, müssen wir zwangsläufig auf das größte Irrtum in unserer Beziehung zum Herrn zeigen und es uns ohne Vorbehalt vor die Augen stellen. Doch dieses Irrtum, irren wir uns bitte nicht, liegt nicht im Kopf, als Idee oder Konzept der Gottheit, sondern in unserem Herz und Willen, und zwar den (freien) Willen Gott über alles zu lieben. Was macht eine Beziehung denn fester als die Liebe? Diese Frage beantwortet sich von selbst, nämlich nichts, ausser das Vertrauen was aus der Liebe kommt. Und ist unsere Beziehung zum Herrn nicht der Endzweck unseres Lebens? So müssen wir uns fragen: wollen wir eine unbeständige Beziehung zum Vater des Himmels, zum Schöpfer unseres Lebens, eine Beziehung die sich auf ja, aber, basiert, oder WOLLEN wir eine so feste Beziehung zum Herrn wie es eben nur möglich ist? Was wollen wir den überhaupt? Würde es Sinn machen, bzw. irgendeinen Wert haben für unsere Seele, Gott zu lieben, weil er uns ein Paradies auf Erden schenkt und alles leicht macht, mit Seiner Allmacht das Böse und Schlecht von der Welt wegfegt? Soll Liebe nicht eine Kraft sein in uns die uns durch dick und dünn zu marschieren erlaubt? Wo sollen wir denn diese Kraft herholen, wenn alles einfach perfekt in Ordnung ist? Ich sage euch was: wir würden verblöden und eingehen.
Also…
Wer oder was, außer all die falschen Ideen von Gott, die wir schon in uns entpuppt haben, hindert uns dann, den deutlich erkannten Endzweck, die Verbindung zur Lebensquelle, zu sichern für uns? Nur unsere Liebe die sich noch teilweise zu anderen Dingen, die uns wichtiger vorkommen, hinwendet. Dazu, Achtung, kommt noch unsere Faulheit, ja, reine Faulheit. Wer Gott nicht nagelfest in sich trägt, der liebt ihn ganz einfach noch nicht genug, weil er es bequemer haben will. Das ist aber keine Schande, sondern eine Wirkung der Freiheit der Seele, die, sobald sie mehr Licht bekommt über Gott, Ihn also als das einzig Wahre und Gute erkennt, Ihn auch ohne Bedenken mit ganzer Kraft lieben kann. Wenn das geschieht, dann gibt es kein Zweifeln mehr an den Herrn und Seine Wege; dann kann man in diese wut- und ekelerregende Welt schauen und in die eigene Barmherzigkeit gehen, die aus der Liebe zum Herrn im Herz erwacht und allen anderen Gefühlen in uns sagt: sorge dich nicht und sei frohen Mutes, denn Er hat es alles für das Heil unserer Seelen so eingerichtet, damit wir Ihm vollkommen freiwillig entgegengehen um in Seinen Dienst zu treten, weil nur Er gut und weise ist und die allerbeste Vaterliebe zu uns, die uns nicht vom rechten Weg abfallen lässt, solange wir Ihn über alles lieben. Wo oder wem, frage ich, sollen wir aber dienen, wenn jedermann schon vom Herrn dank Seiner Allmacht ‘gerettet’ ist? Wir wissen nur zu gut, daß das nicht so gehen kann, wenn wir unsere Freiheit behalten wollen. Was wollen wir dann von Ihm?! Ja, richtig, wir wollen Ihn nur grenzenlos lieben! ❤️
Und das, daß Er die Liebe ist und wir, weil wir aus Ihm sind, Ihn auch nur lieben wollen, wenn einmal richtig begriffen und verinnerlicht, ist das Licht das uns durch das Leid der Menschheit sehen läßt, und, anstatt falsche Erwartungen von zu Gott haben, die zwangsläufig zu Enttäuschungen führen müssen, erkennen läßt, daß Er uns nur zum (heiligen) Dienst ruft mit jedem Schmerzensschrei dieser Welt, Schmerz, den Er selbst hier auf Erden am eigenen Leib erlebt hat, als das grösste Zeichen Seiner Liebe zu uns. Amen.
Benidorm, 01-07-2025. René Bijloo

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